Mittwoch, 12. Februar 2020

Muss nur wollen?


Liebes Coaching Tagebuch!

Manchmal habe ich einfach keine Lust, keine Motivation, keine Kraft.
Eigentlich hatte ich heute richtig viel vor. Ich wollte den Seminarraum putzen, die Sattelkammer entrümpeln, die Pferde bewegen und meinen Blog schreiben. Nun ist es 18:00 und was habe ich bis jetzt umgesetzt? NICHTS!


Ich rufe entnervt eine Kollegin an, und siehe da, ich befinde mich gleich in guter Gesellschaft: Sie hatte auch einen gefüllten Tagesplan, umgesetzt hat sie nichts, sie hat den Tag vor dem PC verbracht und die Nachlade geplündert. Eine Klientin hat mir gestern Ähnliches erzählt. Sie fühle sich so antriebslos, und trifft damit den Punkt, was ich selbst fühle. Warum werden wir von dieser Lahmheit überfallen?
In der Psychologie wird Antriebslosigkeit den psychischen und Verhaltensstörungen zugeordnet, und sie gehört zu den klassischen Symptomen einer Depression. Sollte mich das jetzt beunruhigen?
Laut ICD 10 sind mindestens 2-3 Symptome vorhanden, Antriebslosigkeit allein macht noch keine Depression. Was dagegen tun?

Mount Everest

Auch wenn ich mir selbst keine Diagnose ausstellen sollte, so sehe ich keine Anzeichen einer Depression, warum also sitze ich unmotiviert vor dem Fernseher, anstatt energiegeladen am PC?

Diese Situation erinnert mich an die Zeit meiner Diplomarbeit. Wie gelähmt saß ich mit meinen Büchern und dem Titel vor einem weißen Blatt Papier. Ich wusste nicht, wie ich starten sollte, zu groß war der große Berg an Arbeit. Ich konnte und konnte mich nicht aufraffen zu beginnen.
Was mir damals geholfen hat, war die Unterteilung der Themen, eine selbstgemachte „Landkarte“ und ein durchstrukturierter Tagesablauf. Akribisch genau wurden zunächst einmal zwei Wochen geplant. Das war der Anfang eines Konzeptes und das erste Kapitel war rasch geschrieben. Dieses Erfolgserlebnis und der „Vertrag“ mit mir selbst haben die Antriebslosigkeit vertrieben. Pausen wurden eingeplant, genossen und Meilensteine gefeiert. Kleine Belohnungen haben mich motiviert mein Vorhaben durchzuziehen.

Warum das alles?

Taucht bei dir auch manchmal die Frage auf, warum du dies oder jenes überhaupt machst? Den Hausputz, die Präsentation oder das Leben?

Ich muss mir die Sinnfrage stellen, solange, bis ich meine Ziele, Wünsche und Prioritäten klar definieren kann. Wenn ich davon überzeugt bin, etwas Sinnvolles und Erfüllendes zu tun, werde ich nicht so schnell von meiner Antriebslosigkeit davon abgehalten, es auch zu tun. 
Pädagogen wissen, dass diese sogenannte intrinsische Motivation der stärkste Antrieb ist, Probleme und Aufgaben zu lösen. Das sollte ich mir vielleicht mal durch den Kopf gehen lassen; ich finde Putzen langweilig.

Der Teufelskreis

Und hier liegt der größte Hund begraben, die Antriebslosigkeit hindert mich daran, etwas gegen die Antriebslosigkeit zu tun. Ich bin zu lahm, um gegen die Lahmheit anzukämpfen. Mir fehlt sogar der Antrieb, Dinge zu tun, die ich gerne mache: reiten zum Beispiel.


Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden. Mit kleinen Veränderungen starten, um festzustellen: es geht ja doch. Und siehe da, ich habe schon angefangen etwas zu tun. Der Blog ist fertig geschrieben, der Boden im Seminarraum gekehrt und gewischt. Geht doch!

Fazit

Kluge Worte, ich muss sie nur befolgen😉 und vielleicht hat das alles mit Antriebslosigkeit gar nichts zu tun, sondern mit Faulheit.
Wir können alles schaffen genau wie die großartigen dressierten Affen, wir müssen nur wollen.

Ich will nicht immer wollen müssen und dazu habe ich auch jedes Recht!
www.estutgut.com

Dienstag, 29. Oktober 2019

Eisenbahn fahren

Liebes Coaching Tagebuch! 

"Ich bin einfach so" - diesen Satz höre ich in der Beratung sehr oft. Nur ist er leider nicht sehr förderlich, denn Verhaltensmuster können nur durchbrochen werden, wenn wir diese Aussage aus unseren Köpfen streichen.

In unterschiedlichen Situationen handeln oder reagieren wir immer gleich, ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. 
Teufelskreise sind tückisch – wir geraten vor allem in unserer Beziehung, ob beruflich oder privat immer und immer wieder hinein. Hinterher wundern wir uns oft, wie das wieder geschehen konnte.

In langjährigen Beziehungen schleichen sich bestimmte Verhaltensmuster ein und dann reicht schon eine kleine Geste, ein falsches Wort und schon sind wir wieder in der Endlosschleife einer sinnlosen Auseinandersetzung.

Dabei wäre es so einfach: wir müssen nur die gewohnten Bahnen verlassen!
Wenn ich im Umgang mit meinem Pferd immer das gleiche mache und ich nicht die richtige Reaktion erhalte, muss ich meinen Weg verlassen. Es liegt an mir, mich zu hinterfragen. 
  • Kommen meine Hilfen an? 
  • Gebe ich die richtigen Hilfen? 
  • Was kann ich verändern um die richtige Reaktion zu erhalten?

Die meisten machen Runde für Runde das gleiche. Das Pferd wird immer an der gleichen Stelle schneller, drückt in den Zirkel, geht gegen das Bein…. Runde für Runde wird es schlimmer. Wie soll es auch besser werden, wenn ich meinen Weg nicht verlasse?
Dazu schleichen sich dann noch große Emotionen ein. Wir werden wütend, verzweifelt und irgendwann verlieren wir die Freude an der Arbeit mit dem Pferd.
Genau die gleichen Muster wenden wir im Umgang mit Menschen an!

Muster und Teufelskreise durchbrechen

Zunächst gilt es den Teufelskreis zu analysieren. Wenn wir ihn verstehen, können wir viel eher etwas unternehmen, um ihn zu durchbrechen. Schreibe die immer gleich verlaufende Auseinandersetzungen auf, achte auf Reizwörter und Schlüsselsätze und kennzeichne diese mit Pfeilen (von wem gehen diese aus). So wird meist schon viel klarer, wo der Streit immer wieder beginnt und wie er weitergeführt wird. 
Was genau bedeutet dieses Muster? Finde heraus, ob deine Muster zur Vermeidung von unangenehmen Situationen dienen oder zur Verteidigung. 
Ziehst du den Kopf bei Konflikten ein, oder greifst du dein Gegenüber verbal an, nur um nicht verletzt zu werden.
Wenn Streit in der Luft ist, mach das nächste Mal etwas anders, verhalte dich ganz anders, tu`etwas Unerwartetes. Manchmal ist: „Vielleicht hast du ja recht“ sehr hilfreich.
Fortgeschrittene versuchen es auf der Metaebene, sie gehen aus dem Streit heraus und betrachten die gesamte Situation aus einer objektiven, übergeordneten Perspektive. Hilfreich ist, verschiedene Standpunkte einzunehmen und das Reizthema aus diversen Richtungen zu betrachten.
Eine dritte Person ins Spiel bringen – einen Schiedsrichter einzuberufen ist mein Part in der Beratung. Eine dritte Person kann mit dem Blick von außen oft viel besser die eigentlichen Knackpunkte in einem Streitgespräch erkennen und wertvolle Tipps dafür geben, wie Paare diesen Teufelskreis durchbrechen können.

Erweitere deine Verhaltensmuster

  • Lerne neue Menschen kennen – treffe dich mit vielen verschieden denkenden Leuten, das vergrößert den Horizont und zeigt andere Denkweisen auf
  • Sorge für Abwechslung – so werden deine Denkmuster immer auf die Probe gestellt
  • Sei offen für Neues – Weiterbildungen, neue Hobbies, Vorträge,...  sind unheimlich inspirierend und zwingen dich deine Muster zu verlassen



Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist
Henry Ford

Montag, 2. September 2019

Routine- Helferin im Alltag



Liebes Coaching Tagebuch!

Zähneputzen gehört zu den häufigsten Routinehandlungen im Alltag. Das mag öde, spießig und leidenschaftslos klingen, dennoch beschert sie mir auch unglaubliche Vorteile.
Täglich klingelt der Wecker um 06.00, ich schlüpfe in Jeans, Shirts und Boots, jeden Morgen das gleiche Prozedere, langweilig könntet ihr sagen. Schlau, meine ich😊 
Denn wer Routinen nutzt, der ist klar im Vorteil.


Routinen führen dazu, dass ich mich/wir uns wohl fühlen
Alltägliche Automatismen sorgen für Wohlbefinden. 
Ich gehe automatisch ins Badezimmer, um mir die Zähne zu putzen, muss nicht nachdenken wie ich mir einen Kaffee runterlasse und das Abmisten der Koppel funktioniert auch ganz automatisch.

Mein Gehirn liebt diese Gewohnheiten. Es schüttet Botenstoffe aus, wenn es sich um Routinehandlungen handelt. Dadurch spare ich Zeit und Energie, Routine entschleunigt!

Unter der Dusche muss ich nicht über alle Handlungen nachdenken, Wasser aufdrehen, Temperatur einstellen, Haare waschen, Körper mit Seife reinigen... all diese kleinen Schritte muss ich nicht fokussieren, es sind gewohnte Handlungen. Im Geiste kann ich meine Trainingsabläufe durchgehen.

Routine hält mir den Rücken frei mich mit neuen Ideen auseinander zu setzen und „Probleme“ zu lösen.

Solange sich die Welt nicht verändert, sind solche Routinen wertvoll. Dennoch führen Automatismen auch zu Routinefehlern. 

Im Umgang mit Pferden kann dies gefährlich werden. Mit Flip-Flops Hufe zu feilen könnte schmerzhaft werden, mehrere Pferde aufgrund der Bequemlichkeit mal schnell auf die nächste Koppel zu führen, gefährdet sich selbst oder andere (Stichwort Fluchttier).

Die beste Art und Weise, mich davor zu schützen ist es, hin und wieder einige Automatismen im Alltag aufzubrechen.

Und das habe ich die letzten Wochen getan. Mein Wecker klingelte aufgrund der Hitze 1 Stunde früher, ich bin nicht in Jeans und Shirt geschlüpft, sondern ins Laufdress, danach schnell Pferde versorgt und den morgendlichen Kaffee auf der Weide mit meinen Vierbeinern genossen. Kaum Soziale Medien, nur die wichtigsten Arbeiten am PC und meine Coaching Zeiten der Hitze angepasst.

Nur kleine Veränderungen, aber dies hat meinen Fokus verändert.

Jetzt sind die Ferien und der Sommer vorbei und ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf meinen Alltag, meine Routinen gefreut habe.
Wieder „normale“ Arbeitszeiten, Tagesabläufe, wobei eine kleine Auszeit, sprich Urlaub wartet auf mich. Dann muss sich mein ALLTAG wohl noch ein wenig gedulden😉




Montag, 6. Mai 2019

Ostwind - das Innere Kind


Liebes Coaching Tagebuch!

Das Wetter ist im Moment ja alles andere als einladend. Es ist für Mai schon sehr kühl, was  durch passende Kleidung nicht unbedingt ein Problem darstellt. Aber dieses Wochenende hat es der Wettergott wirklich nicht gut mit uns gemeint. 
5 Grad, Sturm und Dauerregen laden wirklich nicht zu Aktivitäten im Freien ein. 
Pferde füttern, Koppel abmisten ist ein Muss, da führt kein Weg daran vorbei. Eine kleine Gassi Runde mit den Hunden lässt sich auch nicht vermeiden, sie müssen nun mal, ob es regnet oder nicht. 
Aber zum Reiten oder Pferde „Bespaßen“ kann ich mich echt nicht aufraffen. Lieber ab auf die Couch. Zum Lesen fehlt mir die Ruhe, Fernseher an und von einem Sender zum Anderen hüpfen. Oh, ein Pferdefilm, den genehmige ich mir. Pferdemenschen sind ja auch jenseits ihrer eigenen Vierbeiner von Pferden entzückt😊

Ein Kinoklassiker und must see für alle Pferdemädchen OSTWIND versüßte mir den Sonntag. Ich war fasziniert, geflasht und habe geweint ohne Ende. Mein Inneres Kind konnte sich voll entfalten. Seither beschäftigt mich dieses Thema sehr, denn mein Inneres Kind ist momentan sehr energisch und wild.

Innere Kind
Das „Innere Kind“ ist ein symbolischer Ausdruck für den Teil unserer Psyche, in dem unsere tieferen Empfindungen, „Bauchgefühle“ sowie unsere Vergangenheit wohnen. Es beeinflusst maßgeblich unseren Alltag, unsere Gefühle und das Wohlsein.

Das Innere Kind ist ein psychologisches und therapeutisches Konzept, das maßgeblich von dem US-amerikanischen Psychologen John Bradshaw in den 70er und 80er Jahren geprägt wurde.
Es ist eine Metapher dafür, dass jede Psyche stark von der eigenen Kindheit geprägt ist. Es repräsentiert die frühen inneren seelischen Wirklichkeiten, die das Erwachsenendasein stark beeinflussen.
Wer in der Kindheit wenig Anerkennung, Liebe und Wertschätzung erfahren hat, lehnt sein Inneres Kind unbewusst ab. Diese schmerzhaften Erfahrungen werden verdrängt, aus unserem Leben verbannt. Doch wir können es nicht in unser dunkelstes Eck sperren, das Innere Kind wird sich immer wieder (auch im Erwachsenenalter) Gehör verschaffen. Aber es gibt einen Ausweg:

Versöhnung mit dem Inneren Kind
Durch die Arbeit mit dem Inneren Kind können abgespaltene Anteile, Erfahrungen und Gefühle Selbst re-integrieren, wieder ganz werden und heilen.

  • Kontakt zum Inneren Kind: Die Kindheit wiederbeleben

Für einen Erstkontakt mit deinem Inneren Kind ist es hilfreich, wenn du dich an die schönen Dinge deiner Kindheit erinnerst.

            Was hast du als Kind gern getan? 
            Was konntest du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wurde?

Als Hilfestellung kannst du dir alte Fotos anschauen oder Bezugspersonen befragen.
Ich habe gerne getobt, bin ständig auf Bäume geklettert und habe geturnt. Der Einbaukasten in meinem Kinderzimmer war eine gute Stütze für Kopf- und Handstand, am Türstock befand sich eine Reckstange und im Vorzimmer schlug ich ein Rad nach dem anderen. Und Pfützen waren toll😉

Was auch immer es war, mach wieder mehr davon. Überlege dir, wie du diesen Aktivitäten wieder mehr Raum in deinem Leben geben kannst. 
Was kannst du tun, um jeden Tag wenigstens ein bisschen was zu tun, das deinem Inneren Kind Freude bereitet?
Ich habe mir eine Schaukel zugelegt, es macht so Spaß wieder hoch hinaus zu „fliegen“

  • Das Innere Kind heilen: Dialog mit dem Inneren Kind

Visuell veranlagte Menschen können sich ihren inneren Erwachsenen bildlich vorstellen, wie er dem Inneren Kind gegenüber tritt. Stelle dir diese beiden Teilpersönlichkeiten vor deinem geistigen Auge vor, du selbst beobachtest nur.
Dein innerer Erwachsener kann deinem Inneren Kind nun Fragen stellen.

Was macht dich wütend / traurig / verzweifelt ...? 
Bist du wütend auf mich oder jemand anderen?

Der Dialog mit deinem Inneren Kind ist ein wichtiger Zugang zum Unterbewusstsein. Du kannst dabei sehr viel über dich, deine Vergangenheit und deine derzeitige Situation erfahren. Dein inneres Kind hat dir viel zu erzählen!
Wenn du intensiv mit deinem inneren Kind arbeiten möchtest, melde dich gern bei mir: ar@estutgut.com
www.estutgut.com
Foto: PinkesPonyPhotographie

Dienstag, 19. März 2019

der letzte Tschick

Liebes Coaching Tagebuch!

Seit 6 Wochen faste ich, aber nicht im herkömmlichen Sinn. Ich möchte diese Zeit nützen, um mir wieder ein Stück näher zu kommen und meinem Körper Gutes tun. Die Wochen vor Ostern sind perfekt dafür. Viele verzichten in dieser Zeit auf Süßes, Alkohol, Fleisch oder ähnliches.


Da ich seit Jahren vegetarisch lebe, kaum Alkohol trinke und mit Bedacht Süßes esse, braucht es Alternativen.

Die Fastenzeit bietet sich an, um gute Vorsätze endlich in die Tat umzusetzen: 
Seit geraumer Zeit hadere ich mit dem Rauchen. Mir graust vor dem Gestank, ich möchte wieder frei durchatmen können und nicht mehr getrieben von meiner Sucht/Zwang sein. 
Da ich bereits 6 Jahre als Nichtraucherin gelebt habe und die Vorteile am eigenen Körper erleben durfte, weiß ich auch, dass ich Disziplin und Durchhaltevermögen mitbringe.

Warum ich nach so langer Zeit wieder mit dem Laster begonnen habe? Das weiß ich mit etwas Abstand auch nicht mehr so genau. Ich könnte es begründen, relativieren und mir schönreden, unterm Strich war es nur unvernünftig, unreif und auch dämlich. 
Aber Selbstvorwürfe nützen nichts, Tatsache ins Auge fassen und einen Plan entwickeln, wie es auch diesmal gelingen kann.

Es gibt unzählige Hilfsmittel: Nikotinpflaster, Selbsthilfebücher- und Gruppen, Apps, Laserakkupunktur, Hypnose uvm.

So unterschiedlich die Methoden sind, was sie gemeinsam haben, ist der unbeugsame Wille nach der Veränderung. 

Und ja ich habe den Willen:

  • Ich möchte sozial nicht mehr ausgegrenzt werden
  • Ich habe es satt in Restaurants ins Freie zu gehen, zu frieren, nur um zu paffen
  • Mich stört der Geruch an der Kleidung, meinen Haaren und ganz ehrlich, der Atem ist alles andere als frisch, so viele Kaugummis kann ich gar nicht kauen
  • Die Fältchen um den Mund werden immer tiefer, der Teint grauer

und

  • Ich habe auch nicht mehr die Bereitschaft unzählige Euros für dieses Laster ausgeben

Zeit für Veränderung- die EINSER REGEL

1. Stunde: klingt total easy, ist aber die erste wirklich große Herausforderung

1. Tag: sehr, sehr schwer, alle Gedanken drehen sich nur um Verzicht, Rauchen,  durchhalten, aufgeben, auf morgen verschieben, ….

1. Woche: das Ärgste ist überstanden, die ersten körperlichen Besserungen machen sich bemerkbar, Geruchs- und Geschmackssinn kommen zurück. Ob das ein Vorteil ist, weiß ich noch nicht. Denn zunehmen ist auch keine Option. Durch den Rauchstopp habe ich nun mehr Zeit, diese gilt es nun sinnvoll zu füllen. Bewegung ist eine gute Alternative. Das hört sich jetzt paradox an, aber es ist wirklich so. Schon allein beim Frühstück spare ich mindestens 15 Minuten (3 Zigaretten a 5 Minuten), in der Mittagspause weitere 15 Minuten und so geht es den ganzen Tag weiter. Bei nur 20 Zigaretten am Tag spare ich 100 Minuten. Ihr seht, ich gewinne jede Menge Zeit😉

 1. Monat: die meisten automatisierten Situationen, sich eine Anzuzünden sind durchgestanden und gemeistert. Ab jetzt wird es einfacher und die körperlichen Verbesserungen werden hautnah spür- und sichtbar. Der morgendliche Husten hat sich eingestellt, ich freue mich über eine verbesserte Kondition, mein Ruhepuls (Fitbit sei Dank) hat sich um 10 Schläge reduziert und mein Teint wird langsam wieder rosig. Diese positiven Veränderungen sind Motivator, um Rückfälle zu vermeiden

1.Jahr: dieses Jubiläum werde ich feiern, ich darf auf mich stolz sein und neben gesundheitliche Vorteile habe ich jede Menge Geld gespart (ca. €2000,-)

Mit dem richtigen Willen, detailliertem Plan und einem lohnenden Ziel gelingt jedes noch so unvorstellbare Vorhaben. Zunächst muss das Ziel definiert werden, positive Teilprozesse motivieren und erhöhen die Anstrengungsbereitschaft. Der Wille ist dabei die Fähigkeit der persönlichen Selbstbestimmung (ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln)

Jeder hat sein Leben selbst in der Hand, du kannst alles schaffen, wenn du es wirklich willst!

Mittwoch, 6. Februar 2019

Täglich grüßt das Murmeltier

Liebes Coaching Tagebuch!

Die Teilnehmer*innen unserer pferdegestützten Teambuildings, Selbsterfahrungs- oder Führungskräftetrainings verlassen das Seminargelände von EsTutGut im nördlichen Burgenland immer mit einem Glitzern in den Augen. 
Voller Begeisterung fahren sie mit dem Erlebten nach Hause und versuchen die Familie, Freund*innen, Arbeitskolleg*innenin in ihre Begeisterung mit einzubeziehen. 
Da das Erlebte aber kaum in Worte zu fassen ist, stoßen sie ganz schnell auf Unverständnis.

"Coaching mit Pferden kann man nicht beschreiben, man muss es erleben", entspricht absolut der Tatsache. Da es aber schwierig ist zwei Seminar Tage von jetzt auf gleich hinter sich zu lassen, und das Mitteilungsbedürfnis riesen groß ist (schließlich soll auch die Umwelt an den Erfahrungen teilhaben), stößt man ganz schnell auf Saboteure. 
Schwups sind sie da und geben ungefragt Kommentare von sich, sind skeptisch, neidisch, unhöflich und manchmal auch unter der Gürtellinie.

Äußere Saboteure
Auch ich bin von diversen Aus- und Weiterbildungen mit viel Motivation und Begeisterung im Gepäck nach Hause gefahren. Ich habe mein Erlebtes jedem erzählen müssen, mein Mitteilungsbedürfnis war groß, unabhängig davon, ob mein Gegenüber es hören wollte oder eben nicht. Natürlich bin auch ich immer wieder auf Ablehnung und Unverständnis gestoßen. 
Was das mit mir gemacht hat? Zum Glück nichts, denn heute weiß ich, dass mir niemand meine Freude, meine Begeisterung, neuen Tatendrang nehmen kann. Dieser ist aus mir (wenn auch mit Hilfe) entstanden und ich kann den äußeren Saboteuren mit Gelassenheit gegenüber stehen. Es tangiert mich wenig, ob andere meine Begeisterung nachvollziehen können, es muss nicht allen gefallen, was ich tue, aber ich brenne und das zu 100 Prozent und mit voller Leidenschaft, wenn es da nicht noch viel fiesere Saboteure geben würde. 

Woran liegt es, dass ich meine guten Vorsätze nicht langfristig umsetzen kann? Warum tue ich oft das Gegenteil von dem, was ich eigentlich will? 

Self Handicapping
Psycholog*innen sprechen in diesem Zusammenhang vom Phänomen des 
„Self-Handicapping“. 
Selbstsabotage wie zum Beispiel die Aufschieberitis von wichtigen Telefonaten (mach mir noch schnell einen Cafe, zuerst mach ich noch schnell die Wäsche, ...) ist uns allen bekannt. 
Die massivere Form der Selbstsabotage blockiert den beruflichen Erfolg, unser Lebensglück oder auch unsere Gesundheit. 
Die Bewerbung auf einen neuen Job, Offerte uvm. werden immer weiter rausgezögert, bis die Abgabefrist verstrichen ist. Es nicht zu tun ist für viele leichter, die Angst zu versagen riesengroß. Mehr Sport zu treiben, sich gesünder zu ernähren und weitere Vorsätze werden nicht eingehalten, obwohl es mit der Gesundheit schlecht aussieht.

Innere Saboteure
Schuld am Phänomen der Selbstsabotage ist unser „innerer Saboteur“. Dieser tritt unbewusst auf, wenn nur geringste Anzeichen darauf hindeuten, dass unser Vorhaben scheitern könnten. 
Der innere Saboteur will uns vor dem Versagen und unserem Selbstwert beschützen. Wir entwickeln eine Reihe von Ausreden, um unsere Ziele nicht anzugehen.  „Ich wollte noch…“, „Ich muss unbedingt…“, „Gleich mache ich es aber…“ – rauben viel Energie und nähren die eigenen Selbstzweifel.  

Täglich grüßt das Murmeltier, der Ausstieg
Wichtig ist zuerst, sich des „inneren Saboteurs“ und der eigenen Verhaltensweise bewusst zu werden.
Du hast ein klar definiertes Ziel, packst es aber nicht an? Zäumen wir gemeinsam das Pferd von hinten auf und frage dich ganz ehrlich: 
Was hast du davon, es nicht geschafft zu haben?

Provokante, seltsame Frage? Ja das ist sie, aber kann deine wirklichen Beweggründe der „inneren Saboteure“ aufdecken. 
Ich habe die Bewerbungsfrist für einen neuen, tollen Job versäumt, weil ich mich nicht verändern möchte, das Alte gut kennen, mich auf neue Kolleg*innen nicht einstellen muss. 

Bin ich groß genug für meine Träume
Erlaube ich mir glücklich, erfolgreich und zufrieden zu sein? 

Noch so eine provokante, seltsame Frage!!! 
Viele Menschen hängen in der Opferrolle fest, weil sie Teil ihres eigenen Systems ist. Habe ich wirklich die Bereitschaft eine mir vertraute Rolle zu verlassen, darf ich meine Bedürfnisse wahrnehmen und ausleben? 

JA, JA und nochmals JA
Auch wenn es eine große Herausforderung ist die eigene Komfortzone zu verlassen, eines ist sicher:  es zahlt sich aus!   

  • mach dir deinen inneren Konflikt bewusst
  • überprüfe, was dir wirklich wichtig ist
  • definiere REALISTISCHE Ziele
  • übe dich in Geduld – Veränderungen brauchen Zeit und dürfen auch von Rückschlägen begleitet sein
  • definiere dein WARUM
  • Niederlagen akzeptieren, aufstehen, weitermachen


Wenn du bereit bist, deinen inneren Saboteuren die Stirne zu bieten, dann lass uns gemeinsam deine neuen Glaubenssätzen definieren. 
www.estutgut.com
Foto: Sabine Tauscher Fotografie

Donnerstag, 31. Januar 2019

Planst du noch oder lebst du schon

Liebes Coaching Tagebuch!

Planst du noch oder lebst du schon, dieser Werbeslogan beschäftigt mich seit geraumer Zeit. 
Was bedeutet dieser umgewandelte Slogan eines schwedischen Einrichtungshauses, wenn ich ihn auf mein Leben beziehe?

Was sind meine Träume, was meine Ziele? Wie sehen meine Pläne aus, was davon setze ich tatsächlich davon um?

Als Trainerin und Unternehmensberaterin bin ich mit viele Planungsmodellen konfrontiert. 
Der Fokus liegt immer darauf, große Ziele in kleine Teilziele zu unterteilen. Danach kann man das Budget dazu festlegen. Ob Geldeinheiten, Mensch, Maschine oder Zeit ist nicht nur für Organisationen sinnvoll, sondern auch für das eigene Leben.
In der Praxis wird in Unternehmen akribisch genau geplant und budgetiert. Was aber, wenn diese Ziele nicht erreicht werden?

Dann ist ein kreativer Umgang gefordert, verschiedene Strategien des Umgangs mit verfehlter Planung sind gefragt😉

Rechnerisch wird in der Zielerreichung getrickst. Aufträge vorgezogen oder nach hinten verschoben. Statistiken geschönt und Positionen umgebucht und verkrampft nach Schuldigen gesucht.

Bescheißerle Strategie
Ich stelle die Planung in Frage! Lass uns darüber reden, ob diese tatsächlich sinnvoll für die Zielerreichung war.
Ich kenne das aus meiner Zielerreichung beim Reitsport zu genüge. Es sind die "Bescheißerle"Strategien, wenn ich das Ziel, möglichst viele Mascherln beim Turnier zu ergattern, nicht erreiche.
  • Der Platz war gefroren
  • Nonerle hat sich verletzt und musste 3 Wochen pausieren
  • Im Prinzip habe ich es geschafft, aber eben nur zur Hälfte 😜


Ziele setzen, aber richtig!
Realistisch sollen sie sein, das weiß dank NLP mittlerweile fast jeder. Aber genau daran scheitern meines Erachtens die meisten. Denn, dann müssten sich alle Beteiligten damit genau auseinandersetzen, das gilt für Unternehmen und Organisationen genau so, wie für Freizeit, Sport oder persönliche Ziele.

Noch viel wichtiger ist es, Ziele nicht von äußeren Umständen (Konkurrenzverhalten, Kundennachfrage Entwicklung am Arbeitsmarkt), sondern an den eigenen Stärken fest zu machen. 
Was sind meine Stärken?  Wo liegen meine Schwächen?

Das Zauberwort heißt Handlungsziele
Was tue ich, um dieses Ziel zu erreichen – tagtäglich? Nicht: „Was muss erfolgt sein, damit das Ziel erreicht ist!“
  • Ich trainiere 4 Mal wöchentlich, um mein Bestes beim Westernturnier zu geben, statt ich werde jede Disziplin gewinnen!
  • Ich mache täglich… für neue Kunden anstelle von ich will XY Umsatz

Soweit zu den Zielen. Wie soll nun die Planung aussehen?
Wie detailliert sollte Planung sein?

Plane so wenig wie möglich und so viel wie nötig
In den Terminkalender gehören die Termine, die Du sonst vergisst. In die Wochenplanung To Do Listen. Der Wochenplan ist ein Rhythmusideal, aber keine starre Vorgabe.
Ein wenig Planung gehört zum bewussten Leben dazu. Denn, wer nicht plant, macht sich zum Spielball der äußeren Umstände. Planung ist kein Selbstzweck und ein voller Terminkalender kein Ausdruck großer Leistungsfähigkeit, hoher Produktivität oder des richtigen Wegs zum persönlichen Erfolg.

Fokussiere deine Big Five, die großen Ziele.
Die Big Five for Life nach John Strelecky sind die inneren Antreiber, deine großen Motivatoren in deinem Leben.
Den Big Five vorangestellt wird der Zweck der Existenz (ZDE).

Angelika Rutard
Mein ZDE & Big Five For Life
ZDE: Leben ohne Limit, ohne zu bedauern
                                                     F riede mit mir selbst
                                                     R uhe und Gelassenheit erlernen
                                                     E inhorn finden
                                                      ch bin es mir wert
                                                     S chätze was du hast
                                                     E nergie, Energie, Energie
                                                      I n mir selbst ruhen
                                                     N icht ohne meine Liebsten

Die Big Five for Life sind mein Start und Sperrbildschirm am PC und Handy und geraten so nicht aus dem Fokus.
Wie könnte deine Big Five For Life aussehen? Lass uns diese gemeinsam gestalten und die "Bescheißerle" Strategien umgehen.
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Freitag, 21. Dezember 2018

Nicht ohne meine Rituale

Liebes Coaching Tagebuch!

Letzte Woche habe ich mich wieder auf den Weg nach Salzburg gemacht. Den Adventmarkt gemeinsam mit Freundinnen zu besuchen hat schon Tradition. Gemeinsam läuten wir den Winter ein und nehmen uns bewusst einen Tag Auszeit vom Alltag. 
Endlich mal viele Stunden nur für uns, für persönliche Gespräche, für kleine Shopping Freuden. Auf Grund der geografischen Distanz kommt dies leider im hektischen Alltag viel zu kurz. 
Und wir haben uns schon zum nächsten Event im Mai verabredet. Die Vorfreude darauf ist schon jetzt riesengroß!
Rituale geben Sicherheit und helfen in Stresssituationen, sie bedeuten Heimat. 
Sie wirken bei Trauerfeiern, beim Abschied aus dem Kindergarten oder in der Vorbereitung auf Weihnachten.

Morgens muss bei mir alles seinen Gang gehen: Erst die Kaffeemaschine einschalten, die Hunde rauslassen und füttern, den Toast in den Toaster, danach die News am Handy lesen. Wird dieser Ablauf gestört, kommt Stress auf.

Diese Rituale geben Sicherheit, da sie meine Umwelt strukturieren, sie geben mir das Gefühl alles unter Kontrolle zu haben.

Das gilt schon für die Kleinsten. „Rituale haben etwas Kanalisierendes. Durch sie werden Handlungsabläufe erkennbar“, erklärt der Psychologe Wilfried Griebel vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München.
Eine Gute-Nacht-Geschichte ist ein wichtiger Bestandteil des Abendrituals mit kleinen Kindern, es erfolgt immer nach dem gleichen Schema und erleichtert dem Kind, das zu Bett gehen.

Rituale erleichtern das Zusammenleben

Rituale helfen dabei, starke Gefühle in einen vorhersehbaren Kontext zu bannen. Das Abschiedsfest in der Volksschule bereitet auf den Übergang in die NMS oder Gymnasium vor. Auch wenn die Vorfreude auf den nächsten schulischen Schritt groß ist, sind sie andererseits aber unsicher und traurig, die gewohnte Umgebung und Bezugspersonen der Volkschule verlassen zu müssen.

Und uns Erwachsenen geben Rituale in schwierigen Situationen Halt. Nach dem Tod eines geliebten Menschen kann der gewohnte Ablauf einer Trauerfeierlichkeit dabei hilfreich sein, die Beerdigung unbeschadet zu überstehen. Der anschließende „Leichenschmaus“ (welch furchtbares Wort) hilft den Hinterbliebenen in den ersten schweren Stunden nicht allein zu sein und über den Verstorbenen zu sprechen weckt Erinnerungen und ist hilfreich bei der Trauerbewältigung. 

Rituale verstärken das WIR Gefühl, sie vertreten Handlungen und Emotionen, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Eine Gesellschaft ohne Rituale – das wäre Chaos, so meine feste Überzeugung. 

Doch was genau ist ein Ritual? 

Das Ritual trägt immer ein Alltagskleid, wobei der Übergang von einer festen Gewohnheit zu einem Ritual oft fließend ist. Sie sind Teil der kulturellen Identität und zeichnen sich durch Bedeutung und Werte aus.

Weihnachten hat für viele Familien einen starken ritualen Charakter. Es wird immer um die gleiche Uhrzeit gefeiert, das Weihnachtsmenü ist jedes Jahr gleich, die se eine Weihnachtsgeschichte darf nicht fehlen. Auch hier geht es wieder um die Gemeinschaft, die religiöse Bedeutung muss dabei nicht im Vordergrund stehen.

Kleine Rituale gehören zur Vorfreude auf Weihnachten

Ich freue mich auch heute noch über meinen Adventkalender. Das tägliche Öffnen der Türchen lassen Vorfreude aufkommen und macht den Advent spannender. Auch noch so kleine Rituale sind hilfreich. 
Am 26.12. gehört es zu meiner Tradition mit den Hunden einen Ausflug in die Berge zu machen. Unabhängig vom Wetter wird dies eingeplant, es würde etwas fehlen, ich wäre „unrund“, wenn ich diese Tradition auslassen würde.
Aufgrund unserer Tiere fällt für mich Silvester anders aus. Am Nachmittag werden die Pferde zu deren Sicherheit ausnahmsweise in die Box gebracht, danach wird gemeinsam gegessen und Karten gespielt. Um Mitternacht stehe ich im Stall, tanze Donauwalzer und passe auf meine Vierbeiner auf. Wenn es wieder still wird, darf auch ins Bett gehen.
Das schönste Ritual überhaupt ist mein Neujahrslauf ganz zeitig in der Früh, darauf folgt ein gemütliches Frühstück. 
Voller Energie und „good vibes“ starte ich ins Jahr 2019, ein ausgiebiger Ausritt krönt den Tag.

Ich kann und mag auf Rituale nicht verzichten. Auch wenn sie manchmal lästig erscheinen, sind sie sinnvoll, hilfreich und machen uns und unser Leben aus!


Wir wünschen euch FROHE WEIHNACHTEN, einen guten Rutsch und nur das Beste für 2019.
Passt auf einander auf, geht achtsam mit euren Mitmenschen um, bleibt gesund und genießt eure Rituale
www.estutgut.com 

Freitag, 14. Dezember 2018

Schau ma mal

Liebes Coaching Tagebuch!

Als Business Coach bin ich in den letzten Monaten vermehrt mit „Schau ma mal“ „würde, könnte“ und ähnlichen Redewendungen konfrontiert. 
Obwohl Unternehmen ihren Mitarbeiter*innen immer mehr kurz,-mittel- und langfristige Ziele vorgeben, flüchten sich viele in eine dieser unverbindlichen Redewendungen. Dabei sind genau diese Redewendungen „teuflisch“, denn unser Unterbewusstsein übernimmt diese Formulierungen. 

Schau ma mal, dann werdn mas schon sehn hilft uns aber nicht unsere Taten, unsere Ziele umzusetzen. Es zwingt uns vielmehr in eine gewisse Passivität. Viele hoffen auf ein Wunder, aber wie die meisten von uns wissen, gibt es diese nicht wirklich. 

Deswegen herrscht in vielen Unternehmen zum Jahresende schlechte Stimmung, denn viel zu spät haben Teammitglieder erkannt, dass die vereinbarten Ziele nicht eingehalten wurden. Bei einigen hängt davon die Höhe der Provisionen, eine Gehaltserhöhung, die Beförderung ab. 
Wenn es um Teamziele geht, wird die Lage noch angespannter, denn dann betrifft es nicht nur den Einzelnen, sondern alle. Schlechte Stimmung ist vorprogrammiert!

Leader sind verzweifelt, denn es ist ein Drahtseilakt zwischen Motivation und „Druck“, den sie tagtäglich leisten sollen/wollen/müssen.
Dabei wäre es doch so einfach. Ein vereinbartes Commitment sind von allen Seiten einzuhalten.


Wie schaut es mit der Handschlagqualität aus?

Ich kann von mir sagen, dass sich mein Gegenüber darauf verlassen kann. Ich beziehe klar Stellung und habe auch den Mut NEIN zu sagen. 
Ich erlebe aber immer häufiger, dass es viele Menschen mit der Handschlagqualität nicht mehr so genau nehmen. 
Termine werden nicht eingehalten oder gar vergessen, Dinge schlecht geredet oder es fehlt da und dort an einer Ernsthaftigkeit im gegenseitigen Umgang. 

Was liegt, das pickt!

Rechtlich dürfte der Handschlag als Vertragsabschluss gelten, dennoch bin ich mittlerweile dazu übergegangen, mir mit Unterschrift auf einem Papier die Vereinbarungen abzusichern.

Vertrauen und Verlässlichkeit

Primär sind es Vertrauen und Verlässlichkeit, die mit dem Wort Handschlagqualität verbunden werden. Vertrauen als wichtiges Element jeder Zusammenarbeit wird sozusagen mit einem Handschlag bestätigt. Allerdings ist dies ein Prozess, der aufgebaut und vertieft werden muss.
Verlässlichkeit bedeutet für Kund*innen und Mitarbeiter*innen Pünktlichkeit, das Einhalten von Abmachungen, oder bestimmten Regeln in der Kommunikation. Mich auf jemanden zu verlassen, heißt, dass Dinge eingehalten werden und am Ende so passen, wie es abgemacht wurde.

Alles kann – nichts muss

Bei EsTutGut -Coaching mit Pferden ist diese Aussage für uns als Trainer, aber auch für unsere Teilnehmer*innen bindend. Wir werben auf unserer Website www.estutgut.com und auf diversen sozialen Medien damit. Wir stehen zu unserem Wort, wir beweisen Handschlagqualität und dies bestätigen unsere Kund*innen. 

Heute bietet die Sozial Media Welt eine Vielzahl an Chancen, Handschlagqualität sichtbar zu machen. 
Echte Bewertungen und Berichte von Teilnehmer*innen auf www.facebook.com/estutgut oder www.instagram.com/estutgut beweisen unsere Verlässlichkeit.

Auch offline, von Mensch zu Mensch, bietet Business Storytelling die Chance mehr über deine Handschlagqualität zu erzählen. 
Eine Kundengeschichte wirkt oftmals besser, als Wortfloskeln in einer Broschüre oder auf teuren Webseiten. 

Du hast Handschlagqualität? 

Dann erzähle es deinen Kund*innen. Wenn du deiner Handschlagqualität mehr Nachdruck verleihen möchtest, dann nimm Kontakt mit mir auf.
Kontakt: Angelika Rutard, ar@estutgut.com

Montag, 3. Dezember 2018

Die Kunst glücklich zu sein, liegt in der Beschränkung

Liebes Coaching Tagebuch!

Im Moment ist viel los bei mir. Einerseits schließe ich das Geschäftsjahr 2018 gedanklich bereits ab, andererseits ist jetzt der richtige Zeitpunkt das neue Jahr zu planen. 
Jede Menge neue Projekte flattern ins Haus und nun gilt es auch beruflich auszusortieren.
Welche Aufträge kann und will ich annehmen, wie sehen meine zeitlichen und fachlichen Ressourcen aus?
Ja, auch diese Fragen darf ich mir als Unternehmerin stellen und kritisch betrachten😉

Aber die allerwichtigste Frage, welche Aufgaben machen mich glücklich und zufrieden. 

Die Kunst glücklich zu sein, liegt in der Beschränkung(Wilhelm Schmid)
Ich habe keine Lust mehr 80 Stunden pro Woche zu arbeiten, wenn mich diese Tätigkeit nicht erfüllt oder sogar belastet. Diese Zeiten sollte ich bereits hinter mir gelassen habe, dennoch gerate ich immer wieder gerne in die Fallen „des Erfolges“, „fleißig sein“ „Existenzängste“, „mir und den anderen etwas beweisen müssen“. 

Glück heißt, das zu tun, was ich selbst für angemessen und richtig halte
Ich neige dazu Glück als Dauerzustand anzustreben und somit Verzweiflung, Schmerz, Trauer und Wut keinen Platz zu geben, das heißt aber dem LEBEN keinen Platz zu geben.
Ich habe gelernt auf meine innere Stimme zu hören und auf mein Bauchgefühl zu vertrauen, wenn es um die Frage geht, was ich wirklich brauche. Das ist weit weniger, als ich häufig glaube. Zahlreiche Studien belegen: zu viel von allem macht unglücklich – weniger ist mehr!

Steigerungsform von gut ist gut gemeint
Wenn ich also gesund bleiben will, muss ich wissen, was mir gut tut. Häufig scheinen das die anderen besser zu wissen, sie meinen es ja nur gut mit mir😉. Aber wenn ich immer das tue, was andere von mir wollen, dann werde ich „gelebt“. Und nein, das möchte ich nicht. Ich weiß ganz genau was ich will und meistens auch was mir gut tut.

Ich streife mir die Kleider eines EGOISTEN über. Der Welt mangelt es nämlich an GESUNDEN Egoisten. Menschen, die gelernt haben, was ihnen gut tut, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und diese auch liebevoll äußern und dazu stehen. Wir verwechseln den Egoisten aber gerne mit dem Egozentriker, der tut was er will - treu dem Prinzip „koste es was es wolle“.

Nimm dich nicht zu wichtig, aber ernst genug
Die Zauberformel zum sich ernst nehmen: sag JA zu dir und auch NEIN zu anderen

Dieses einfache, kurze Wort fällt auch mir immer wieder schwer, weil ich Angst habe, meine Mitmenschen zu verletzen, zu verärgern oder auch zu enttäuschen. Im Umgang mit meinen Tieren habe ich gelernt, dass es nur JA oder NEIN gibt, VIELLEICHT, SCHAU MA MAL… schafft Verunsicherung. 

Es ist ganz allein meine Verantwortung ob ich JA zu mir sage oder ob ich mich von anderen gegen meine Überzeugung benutzen lasse. Ich bin unehrlich zu mir und zu anderen. Hat mein Umfeld diesen unehrlichen Umgang wirklich verdient? Oder ist mir Verlässlichkeit auf allen Seiten wichtig?
Wenn auch du frei werden und Grenzen – setzen - lernen möchtest, dann ist eine psychosoziale Beratung das geeignete Tool für dich!
Nein sagen macht dich und die anderen frei und handlungsfähig!
www.estutgut.com
Foto: PinkesPonyPhotography

Samstag, 17. November 2018

Höflichkeit als Kapital

Liebes Coaching Tagebuch!

Ich erwarte mir von meinen Pferden, dass sie sich benehmen können und das durfte mein „Kleiner“ von Geburt an lernen. Denn ich fordere im täglichen Umgang Respekt, Höflichkeit und gute Manieren. Dies erleichtert mir den Alltag mit ihnen, aber auch all die anderen Menschen, die meinen Vierbeinern begegnen, dürfen dies erwarten. Das dient einerseits zur Sicherheit und andererseits lehren auch sie uns wie wir uns zu benehmen haben. Denn in letzter Zeit macht sich das Gefühl breit, dass auf gutes Benehmen und ein soziales Miteinander total vergessen wird. 
Ein freundliches Hallo, Bitte und Danke, Rücksicht auf andere scheint derzeit nicht sehr modern zu sein. 


 „Höflichkeit ist ein Kapital, das den reicher macht, der es ausgibt.“ 
Ich beherrsche den „Knigge“ (Benimmbuch von Adolph Freiherr Knigge) mit Sicherheit nicht in allen Facetten, aber es ist ein gutes Nachschlagwerk bezüglich „dem Umgang mit Menschen“. Diese Aufklärungsschrift war indessen keineswegs eine Anleitung, wie man sich in feiner Gesellschaft im Nobelrestaurant zu Tische benimmt, sondern ein Ratgeber für Höflichkeit und Takt im Umgang mit „Leuten von verschiedenen Gemütsarten, Temperamenten und Stimmungen des Geistes und Herzens“, mit Eltern, Kindern, Eheleuten, Verliebten, Nachbarn, Vorgesetzten, und viele mehr.
Ich bin froh, dass Kinder sich schon früh entfalten dürfen und auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird. Eine liebevolle Erziehung ist das A und O für eine glückliche, selbstbewusste Zukunft. Erziehung bedeutet aber auch den Kleinen die Basics im Umgang mit anderen vorzuleben. 
Wenn Erwachsene in der U-Bahn gebrechlichen Menschen ihren Sitzplatz anbieten, werden es auch unsere Kinder tun. Aber mal ganz ehrlich, wie oft könnt ihr das mittlerweile beobachten? Was früher zum Alltag gehörte und ganz „normal“ war ist mittlerweile eine Seltenheit. Jeder achtet nur auf sich. Noch nie standen die eigenen Bedürfnisse so im Vordergrund, Rücksichtnahme und ein „für die Allgemeinheit“ nimmt immer mehr ab. 
Vor 20 Jahren haben kaum Menschen in den Öffis gegessen. Auch wenn ich noch so großen Hunger hatte, wollte ich nicht bröseln, patzen, andere belästigen. Wie schaut der Alltag heute aus? Hastige Menschen kaufen sich vor Dienstbeginn noch schnell ein belegtes Weckerl beim Bäcker nahe der U-Bahn-Station. Ausgehungert, gehetzt wird schnell das Frühstück verdrückt. Dauert die Fahrt ja nur einige Minuten und bis dahin muss alles aufgegessen werden. Haben wir wirklich so wenig Zeit? Achten wir so wenig auf unseren Körper und die Wichtigkeit der Nahrungsaufnahme? 
Essen und schnell noch in den sozialen Medien nachsehen, was sich über Nacht getan hat. Nachrichten an Freunde, Familie verschicken, noch ein rasches Telefonat mit den Liebsten führen. Und all das nebenbei. 

Und die wenigen, die weder essen noch das Smartphone in Händen halten lesen in gratis Zeitungen. Wobei lesen wohl übertrieben ist, Fotos angucken und Schlagzeilen unreflektiert aufnehmen trifft das schon eher. Kein Wunder, wenn wir unsere Umwelt nicht mehr wahrnehmen. Da ist kein Platz für Höflichkeit und gutes Benehmen.
Deswegen braucht es immer mehr Gesetze die das regeln, was ohnehin „normal“ sein sollte.  

Dabei wäre es bedeutend, die modernen Umgangsformen zu beherrschen, denn sie sind beruflich und privat von Vorteil. Fehlen dagegen gute Manieren, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir ins nächste Fettnäpfchen treten. 

Berufstätige - vom Assistenten bis zum Topmanager -, die der Business-Etikette nicht mächtig sind, provozieren peinliche Situationen und beschädigen oftmals ihre eigene Karriere. 
Gute Manieren dagegen ermöglichen es jedem, auch unter erschwerten Bedingungen, selbstsicher aufzutreten.

Fallstricke lauern überall auf dem gesellschaftlichen Parkett. Während im familiären Rahmen Taktlosigkeiten noch salopp oder humorig überspielt werden können, ist das Beherrschen moderner Umgangsformen im Berufsleben ein absolutes Muss.

Du bist Dir nicht sicher, ob Du die Business Etikette beherrscht, eine Coaching Einheit klärt auf und gibt Sicherheit.
www.estutgut.com

Foto: PinkesPonyPhotographie