Dienstag, 20. Februar 2018

Wer nicht vertraut, der findet kein Vertrauen

Liebes Coaching Tagebuch!
Wer nicht vertraut, der findet kein Vertrauen- in dieser Aussage steckt sehr viel Wahrheit.

Anderen Vertrauen zu können, bedeutet auch sich selbst zu vertrauen. Daher gilt auch der Umkehrschluss: wer sich selbst nicht vertraut, der kann auch anderen nicht vertrauen.

Dabei ist ein hoher Selbstwert so wichtig für unser Wohlbefinden.

Mit dieser Thematik werde ich tagtäglich konfrontiert. Ob in meiner Funktion als Coach, als Freundin oder auch ich persönlich. Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht die Parallelitäten zu den Pferden herstellen und beleuchten würde.

Pferde sind deshalb so wertvolle Co-Trainer, weil sie uns in unserem Tun ständig einen Spiegel vorhalten. So auch beim Thema Vertrauen. Wenn ich im Umgang mit Pferden unsicher bin und mir selbst nicht vertraue, wie sollen es dann die Pferde tun.
Ich bin dann ein guter Leader, wenn ich von mir und meinen Fähigkeiten überzeugt bin.

Natürlich ist der Umgang mit Pferden für viele meiner SeminarteilnehmreInnen neu und unbekannt. Eine gewisse Unsicherheit liegt dabei auf der Hand. Respekt vor diesen großen Wesen sind für viele ein großes Thema. Das ist auch gut so, denn Respekt sollte im Umgang mit allen Lebewesen vorhanden sein. Ich spreche bewusst von Respekt und nicht von Angst. Angst ist ein anderes Thema.

Nach Einführung und ein paar „technischer Details“ dürfen sich meine KlientInnen am Pferd probieren. Authentizität ist gefragt. Und schon beginnt die Interaktion mit dem Pferd. Vertrauenswürdigen Leadern gelingt diese sehr rasch und obwohl davor noch nie ein Kontakt zum Pferd da war, folgt meine Leitstute den „Anweisungen“ des Menschen.  Jetzt wird das eigene Wirken sichtbar. Fly, die Stute zeigt klar und deutlich Lücken des eigenen Seins auf. Und die Basis neben Authentizität und Respekt ist ganz eindeutig das eigene Selbstvertrauen.

2 Arten von Selbstvertrauen
  • ·         Vertrauen in sich selbst
  • ·         Vertrauen zu anderen

Wir haben das Vertrauen in uns selbst, wir kennen unsere Fähigkeiten und wissen mit Problemen umgehen zu können. Wenn ich weiß mit allen Herausforderungen umgehen zu können, dann kann ich auch anderen vertrauen. Dann kann ich auf andere vertrauensvoll zugehen.
Wenn ich jedoch glaube, anderen nicht gewachsen zu sein, dann habe ich Angst und neige zu misstrauen. Wer anderen misstraut, wird häufig enttäuscht und wird in diesem Misstrauen bestätigt. Unsere Erwartungen beeinflussen unser Verhalten und anderen Menschen reagieren darauf.
In der Psychologie nennt man dieses Phänomen „Selbsterfüllende Prophezeiung“. Wenn du überzeugt bist etwas nicht zu erreichen, dann wirst du es nicht erreichen.
Wynono, der Jungspund ist hier geboren und er kennt mich seit seiner Geburt. Es ist im nie schlechtes widerfahren und er vertraut mir. Dieses Wissen hat mir beim Anreiten sehr geholfen, denn auch ich schenkte ihm 100% Vertrauen. Und somit waren die ersten Reitversuche ganz easy. Gemeinsam haben wir die ersten Schritte gewagt und alles war so selbstverständlich. Nono folgte „der da oben“ und ich wusste, er wird zuhören und mir folgen. Er fantastisches Gefühl.

Genau das Gegenteil habe ich vor Jahren mit meiner Stute Fly erlebt. Da ich mir und meinem Wissen nicht vertraut habe, konnte es auch sie nicht. Meine Unsicherheit hat „meine Prinzessin“ zweifeln lassen und so kam es zu ständigen Diskussionen. Wir haben uns beide miteinander nicht wohl gefühlt. Der Umgang vom Boden aus war immer klar und easy, aber kein Wunder, ich war sicher und selbstbewusst.
Beim Reiten war es ganz anders. Ich hatte keine Freude mehr sie zu reiten. Selbst gemütliche Ausritte waren für mich nicht möglich. Kaum im Sattel war ich angespannt und unsicher. Sie hat mein Vertrauen missbraucht, weil sie bei jeder Kleinigkeit gebockt hat. Fly konnte mir nicht vertrauen, weil ich ihr im Sattel keine Sicherheit geben konnte. Ein Teufelskreis, den es galt zu durchbrechen.

Mit einem Profi an meiner Seite habe ich an meinem Sitz und sanfter Hand gearbeitet. Ich habe mich an unsere tollen Ausritte erinnert und nach und nach kam das Vertrauen zurück. Seit mehr als einem Jahr sind Fly und ich wieder ein gutes Team und ich wähle sie aus, wenn ich ein „Verlasspferd“ brauche. Ich kann ihr wieder vertrauen, weil sie mir vertraut.

Der beste Beweis der Liebe ist Vertrauen
Joyce Brothers

www.estutgut.com







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